Die Staatliche Notversorgung in der Schweiz mit Pflichtlager.. ja und?

15.11.2017 15:42

Krisenvorsorge, was sind Lebensmittel Pflichtlager?

Die Lebensmittel Pflichtlager begründen sich in den späten 1920er Jahren.  Der Bundesrat beschliess basierend auf den Erkenntnissen aus dem ersten Weltkrieg für die Bevölkerung einen Brotgetreide Vorrat anzulegen.  Teil des Pflichtlagers der Schweiz gehören heute insbesondere nebst Lebensmitte, Heilmittel auch Erdölprodukte. 
Die Lebensmittel Pflichtlager wurden in den 1980er Jahren dann wieder weiter den Gegebenheiten angepasst. Vor allem auf den zugrunde liegenden Szenarien wie  Bioterror, Streiks und zunehmenden Naturkatastrophen und deren Folgen wurden die damaligen Bedarfsschätzungen gemacht.

Ein Beispiel dafür, als 1999 die Rheinschiffart aufgrund der Hochwassersituation eigestellt wurde zeigte sich wie schnell sich die Versorgung von Mineralölen verschlechtern kann. Und das war noch eine harmlose Situation die ein paar Wochen andauerte.

Im Jahr 2004 hat der Bund dann entschieden aus Kostengründen die Bevorratung  von Seife, Waschmittel, Schmieröl, Kakaobohnen und Saatgut in Pflichtlagern auf 4 Monate reduziert. Der Bund spart so jedes Jahr 130‘000‘000 CHF auf Kosten der Bevölkerung. Aktuell beträgt das Pflichtlager Budget pro Einwohner ca. 18 CHF im Jahr! Ja sie lesen richtig 18 CHF um einen Vorrat an Lebensmittel, Hygieneartikel, Mineralöl für eine Person für 4 Monate zu halten. Das ist sehr sportlich.

Jetzt sollte auch jedem klar sein wieso der Bund und auch die Kantone vermehrt die Bevölkerung erinnern einen Vorrat an Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Medikamente zuhause zu halten.

Die Erfahrung der letzten 12 Jahre mit unseren Notvorrat Kunden zeigt, dass jeder der sich seriös mit dem Thema Krisenvorsorge auseinander setzt zum Schluss kommt, dass ein lang haltbarer Lebensmittelvorrat der einmal beschafft und eigelagert das Thema für die nächsten 25 Jahre erledigt ist.  Einen Konservendosenvorrat empfiehlt sich nur bedingt, dadurch dass die Produkte meistens noch gekocht werden müssen oder einfach nur sehr kurz haltbar sind.  

Nicht zu unterschätzen ist die Psychologische Wirkung auf die Bevölkerung, sollte es beispielsweise über längere Zeit zu einem „Black-out“ Stromausfall in der Schweiz geben hätte das direkten Einfluss auf das Verhalten der Schweizer Bevölkerung. So würden durch Hamsterkäufe die noch vorhandenen Lebensmittel in den Regalen der Grossverteiler schnell geleert werden. Streitereien um das letzte Brot, WC Papier oder Stück Seife wäre unter den Ladenbesuchern keine Seltenheit – sofern die Läden ohne Strom überhaupt betrieben werden können. 

Ein Lebensmittelvorrat ist also nicht verkehrt – zudem sollte sich jeder bewusst werden das Hygiene Artikel in einem Lieferengpass von sehr hohem Wert sein werden.

Krisenvorsorge mit Hygiene Artikel

Fragen wir mal so, auf welche Ihrer täglichen Hygieneartikel können Sie ohne weiteres verzichten?  Toilettenpapier, Binden und Zahnpasta werden Ihnen bestimmt fehlen. Deshalb ist es wichtig dass Sie sich bewusst werden auf was Sie in einer Krisensituation nicht verzichten wollen – können?

Krisenvorsorge mit Toilettenpapier
Was denken Sie wie viel Toilettenpapier und Hygienepapier verbrauchen Sie als Schweitzer im Schnitt pro Jahr? Wir beziehen uns auf die WWF Studie aus dem Jahr 2009 (https://assets.wwf.ch/downloads/final_tissuestudie_schweiz_2009__2__1.pdf)

Dort wurde ein Verbrauch pro Kopf von 22Kg errechnet. 22kg Toilettenpapier,  das sind so um die 170 WC-Papierrollen. Wir haben mit 2-lagigem WC Papier gerechnet (jede Rolle ist 150g schwer). Das heisst dass Du persönlich im Monat 14 Rollen Toilettenpapier verbrauchst  – wenn Du sparsam bist kannst Du den Verbrauch etwas einschränken (sofern möglich) sollte man mit den 170 Rollen 1 ½ Monate durchkommen.

Krisenvorsorge mit Zahnpaste
Wir schätzen den Verbrauch von Zahnpaste für den Notvorrat und Krisenvorsorge aufgrund eigener Erfahrungen auf eine Tube für 1 ½ Monate (also ca. 45 Tage, wir schätzen den Inhalt einer Tube auf 100ml). Somit ergeben Sich 8 Tuben im Jahr also rund 800ml pro Jahr. Auf dem Monat gerechnet sind das 70ml Zahnpasta pro Monat um es einfacher zu machen – 1 Tube Zahnpaste pro Monat für dein Notvorrat.

Die Erkenntnis
Echte Krisenvorsorge geht weit über das Kaufen der richtigen lang haltbaren Lebensmittel hinaus. Überlegt Euch auf was Ihr nebst Nahrung und Trinkwasser in einem Notfall nicht verzichten könnt. Meistens sind es Hygiene Artikel und genau diese Artikel gehören in Deinen persönlichen Notvorrat.


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